Ausstellungen im Museum der Arbeit

OUT OF OFFICE
7. November 2018 - 19. Mai 2019


Was macht der Mensch, wenn Roboter und KI für uns arbeiten? Lassen wir die Arbeitswelt, wie wir sie kennen, für immer hinter uns – oder finden wir neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine? Arbeiten wir befreit und selbst bestimmt – wie und von wo wir wollen? Die Ausstellung wird in 11 Stationen zeigen, welche fundamentalen Umbrüche durch KI und Roboter in der Arbeitswelt bereits stattfinden, welche uns unter Umständen noch bevorstehen und konfrontiert den Besucher mit der Frage, wie wir als Menschen und als Gesellschaft damit umgehen wollen – welche Chancen wir ergreifen können und mit welchen Risiken wir uns befassen müssen.

Ziel der Ausstellung ist es, die Dimension der Veränderung zu erkunden und eine Orientierung in der Diskussion zu geben. Welche Folgen hat es, dass Maschinen schon heute Daten im großen Maße verwalten und dem Menschen zunehmend das Denken abnehmen? Schon jetzt leben wir mit KIs zusammen – sie stecken in Smartphones und verstehen unsere Sprache, sie beobachten uns im Internet, montieren unsere Autos, bewerten im Auftrag von Versicherungen unsere Gesundheit, spekulieren mit unserem Geld.

Fest steht: Durch Digitalisierung, Roboter und KI stehen wir vor einer neuen Stufe des Wandels. Sie hat das Potenzial, die Infrastruktur der Arbeitswelt fundamental zu verändern – sowohl zum Positiven als auch Negativen. Übernehmen KI und Roboter womöglich praktisch jedwede Arbeiten, die heute Menschen tun? Was wäre dann das genuin Menschliche? Und bleibt uns eine solche Domäne in der Arbeitswelt erhalten? Alle Infos zum Museum, zur Ausstellung, dem Programm und dem Magazin demnächst hier oder unter buceriuslab.de. Hashtag zur Ausstellung #oooyeahmuseum.

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.


STÄNDIGE AUSSTELLUNGEN

TRUDE - Die größte Schildvortriebsmaschine der Welt
TRUDE ist wohl die größte und gefräßigste Dame Hamburgs. In rund 2 ½ Jahren hat sie sich unter der Elbe durchgefressen und so die vierte Elbtunnelröhre gegraben. Auf ihrem Weg von Waltershof bis Othmarschen hat sie auf 2560 m ca. 400 000 Kubikmeter Erdreich verdaut. Die Bezeichnung TRUDE steht für Tief Runter Unter Die Elbe und bezeichnet somit TRUDEs Einsatzgebiet. Das 14,2m hohe und 380t schwere Schneidrad des Elbtunnelbohrers ist nun als technisches Denkmal auf dem Hof des Museums der Arbeit aufgestellt.

Objekte auf dem Museumshof
Die Maschinenfabrik Menck & Hambrock wurde 1868 im damaligen Dorf Ottensen bei Altona gegründet. 1901 brachte sie den ersten Bagger auf den Markt. Mit dem Boom der Bauwirtschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts baute Menck & Hambrock die Produktion von Baggern aus und entwickelte weltweite Geschäftsbeziehungen. Die blauen Bagger schaufelten Salpeter in Chile, Asbest in russischen Gruben, sie hoben in Schweden Kanäle aus und bewegten Felsbrocken in Steinbrüchen auf den Kanaren. Sie taten Dienst in Hitlers Autobahnprogramm während der 1930er Jahre und danach beim Wiederaufbau des vom Krieg zerstörten Deutschland.

Dinge und Dokumente - Alltag im Industriezeitalter
Die Ausstellung „Dinge und Dokumente – Alltag im Industriezeitalter” bietet anhand eines Objektensembles eine thematische Einführung in das Thema des Hauses: Die Veränderungen von Arbeits- und Lebensbedingungen im Zuge der Industrialisierung. Der gedankliche rote Faden, der diese sehr heterogenen Objekte verbindet, ist der Erfahrungshorizont von Menschen, die in der Zeit um 1900 vom Lande in die Großstadt Hamburg kamen und mit einer industrialisierten Lebenswelt konfrontiert wurden, die ihnen ungewohnte Verhaltensweisen abverlangte, zugleich aber auch Hoffnung und Chancen bot.

Fundsache Arbeitsort - Die Metallwarenfabrik Carl Wild
Im hinteren Teil des Raums bietet eine Glasfront Einblick in ein „Haus im Haus”: Eine Teilrekonstruktion der Metallwarenfabrik Wild, die von 1901 bis 1989 in einem Hinterhof in Hamburg-Hohenfelde Anstecknadeln, Medaillen, Broschen und Abzeichen aller Art produzierte. Der Blick auf diesen der Branche nach zwar exotischen, der Größe nach aber für die Hamburger Gewerbestruktur typischen Kleinbetrieb eröffnet Einsichten in technische und soziale Bedingungen eines Mikrokosmos Fabrik und damit in ein Stück Arbeitswirklichkeit im Industriezeitalter.

Arbeit im Kontor – Handel mit Übersee
Hamburgs Handel erfuhr während der Industrialisierung einen enormen Aufschwung, denn in den Fabriken des 19. und 20. Jahrhundert wurden zunehmend Rohstoffe verarbeitet, die aus fernen Ländern und Kontinenten importiert wurden. Der Handel prägte das Stadtbild und die Arbeitsplätze einer zunehmenden Zahl von Beschäftigten.

New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie
Am Ende dieser Reise beginnt die industrielle Verarbeitung von Kautschuk, aufgezeigt an der Geschichte der New York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (NYH) und untergebracht in drei übereinanderliegenden Räumen an der Kopfseite der Fabrik. „Vom Kautschuk zum Gummi” nennt sich die erste Ausstellungseinheit.

Grafisches Gewerbe
m ersten Obergeschoss betritt man die Abteilung Graphisches Gewerbe, die sich auf den Buchdruck, dessen Mechanisierung und Ende konzentriert. Im Mittelpunkt stehen Veränderungen des Druckes mit beweglichen Lettern, eines über fünfhundert Jahre alten Verfahrens. Um diese komplexen Sachverhalte zu erhellen, einsichtig und begreifbar zu machen, wurden drei Zugangsweisen gewählt, die sich auch durch eine räumliche Dreiteilung voneinander abgrenzen: Werkstätten, in denen Setzen und Drucken in verschiedenen Verfahren vorgeführt wird, ein museumspädagogischer Bereich, in dem Besucherinnen und Besucher selbst tätig werden können, und im „Mittelschiff” der Fabrikhalle der analysierende Zugang über das Medium Ausstellung.

ABC der Arbeit - Vielfalt, Leben, Innovation
Auf 400qm vermittelt dieser Ausstellungsbereich anhand von Arbeitsprodukten, Kleidung, Werkzeugen, Maschinen, mündlichen und schriftlichen Erinnerungen und Fotografien unterschiedlichste Aspekte der Geschichte der Arbeit in Hamburg seit der Industrialisierung.
Der Ausstellungsbereich zeigt mit einer Vielzahl an Exponaten und Arbeitsbiografien aus dem Sammlungsbestand des Hauses Facetten handwerklicher und industrieller Arbeit, des Dienstleistungsgewerbes, des Handels und der sozialen Berufe. Die Ausstellung bilanziert technische Innovationen und soziale Konflikte und reflektiert zugleich die Sammlungsstrategien des Museums mit Einblicken in die Inventardatenbank.


Weitere Informationen zu allen Ausstellungen im Museum der Arbeit finden Sie unter www.museum-der-arbeit.de/de/ausstellungen.